Marketing & Wachstum

Welche Daten für die Segmentrierung hast du?

Es gibt die unterschiedlichsten Datenpunkte welche für die Segmentierung genutzt werden können.

Andreas Sobing · · aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Es gibt die unterschiedlichsten Datenpunkte welche für die Segmentierung genutzt werden können. Primär sind dies die persönlichen Nutzerdaten in Form von Alter und Geschlecht zum Beispiel.  Solltest du bereits ein E-Mail Tool nutzen, eine Shop und/oder CRM Software, besitzt du bereits einige Datenpunkte für die Segmentierung. In der Kombination der verschiedenen Datenpunkte liegt das Geheimnis zur Bildung erfolgreicher Segmente.

Sehen wir uns einmal einige Datenbeispiel an. Hier unterscheiden wir zwischen Nutzungsdaten, E-Mail Marketing Daten und persönlichen Daten:

Shop Daten (Nutzungsdaten)

  • Kaufverhalten
  • Produkte
  • Produktkategorien
  • Gesamtumsatz
  • Warenkorb
  • Kaufrhythmus
  • Letzter Login

Daten zur Aktivität (E-Mail Marketingdaten)

  • Öffnungen
  • Klicks
  • Bounces
  • Weiterleitungen

Technische Daten (E-Mail Marketingdaten)

  • Desktop/Mobile
  • E-Mail Client
  • Zeitzone

Geografische Eigenschaften (Persönliche Daten)

  • Stadt
  • Land
  • Postleitzahl

Demografische Eigenschaften (Persönliche Daten)

  • Geschlecht
  • Alter

 

Sozio-ökonomische Eigenschaften (Persönliche Daten)

  • Bildung
  • Beruf
  • Einkommen

Erfahre in diesem Artikel, wie die E-Mail entstanden ist.

Ergänzung Oktober 2026

Ein Hinweis zu den E-Mail-Daten: Öffnungen sind seit September 2021 kein verlässliches Merkmal mehr. Apple Mail lädt bei aktiviertem E-Mail-Datenschutz (Mail Privacy Protection) Inhalte samt Zählpixel vorab und erzeugt so Öffnungen, die nie stattgefunden haben (Zoho). Segmentiere Aktivität deshalb besser über Klicks und Käufe.

So baust du aus den Datenpunkten ein erstes Segment:

  1. Starte mit einem Ziel, zum Beispiel mehr Wiederkäufe bei Kunden, die bisher nur einmal bestellt haben.
  2. Wähle zwei oder drei Datenpunkte, die zu diesem Ziel passen, etwa Anzahl der Bestellungen, Datum des letzten Kaufs und gekaufte Produktkategorie.
  3. Bilde daraus ein Segment, zum Beispiel Einmalkäufer der Kategorie Laufschuhe, deren Kauf mehr als drei Monate zurückliegt.
  4. Entwickle für dieses Segment eine passende Botschaft, etwa Pflegetipps und passendes Zubehör.
  5. Vergleiche die Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe, die die Standardkommunikation erhält.

Typische Fehler:

  • Segmente nur nach Alter und Geschlecht bilden, obwohl das Kaufverhalten meist mehr aussagt.
  • So viele Merkmale kombinieren, dass die Segmente zu klein für belastbare Ergebnisse werden.
  • Sozio-ökonomische Daten schätzen oder zukaufen, ohne die Rechtsgrundlage nach DSGVO zu prüfen.
  • Segmente einmal anlegen und nie aktualisieren.
Marketing-Handbuch · Kapitel 3: Marktforschung

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