Marke & Positionierung

Farblehre

Ich habe mich dann für das Standard Theme entschieden nachdem ich mich schlau gemacht habe was die Farbe blau suggeriert. Seht selbst

Andreas Sobing · · aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Ich habe mir lange die Frage gestellt welches Theme ich für meinen Blog verwenden soll? Ich habe mich dann letztendlich für das Standard Theme entschieden nachdem ich mich schlau gemacht habe was die Farbe blau suggeriert. Seht selbst…

Von der Bank über Softwarehersteller, von Fährgesellschaften und Fluglinien bis zum Finanzdienstleister: Blaue Farbtöne gehören für viele Unternehmen zum Corporate Design. Über Grenzen und verschiedene Kulturen hinweg hat die Farbe ein positives Image. Sie suggeriert Verlässlichkeit, Vertrauen, Seriosität und Glaubwürdigkeit und ist daher die ideale Farbwahl, wenn es um Autorität und Repräsentation geht.

Farbexperten vermuten, dass Blau deshalb so beliebt ist, weil die Farbe Beständigkeit in der sich schnell verändernden Welt verspricht. “Weil Blau stark mit Himmel und Wasser assoziiert wird, wird es als Konstante in unserem Leben wahrgenommen”, schreibt Eiseman.

Hier erfahrt Ihr mehr über Farbimpulse…

Lehre und Theorien im Bereich komplexer Farben unterscheiden sich in ihren Zielen und Methoden.

Die wissenschaftliche Grundlage der Farbwahrnehmung ist, dass Licht im (sichtbaren) elektromagnetischen Spektrum Informationen trägt, die der Mensch als Farben wahrnimmt.

Alle Farbtheorien basierten ursprünglich auf dem direkten Sehen, um ein System zu schaffen, das “sichtbare” Farben und ihre Wechselbeziehungen verwendet. Diese kunstästhetischen Farbtheorien wurden seit Jahrhunderten immer wieder von „akademischen“ Malern beeinflusst und sind Teil der Kunstgeschichte.

Solche Farbtheorien stammen beispielsweise von Leonardo da Vinci, Johann Wolfgang von Goethe, Adolf Holzer und Seurat.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts standen subjektive Empfindungen und künstlerische Absichten im Vordergrund, hinzu kamen physikalische Kenntnisse und die Anforderungen der sich entwickelnden Industrie.

Ergänzung Oktober 2026

Für die Markenarbeit zählt vor allem, dass du Farben bewusst und einheitlich einsetzt. Eine mögliche Vorgehensweise:

  1. Leite die Farbwahl aus deiner Positionierung ab. Überlege, welche Eigenschaften deine Marke vermitteln soll, und prüfe, welche Farbassoziationen dazu passen.
  2. Schau dir die Farben deiner direkten Wettbewerber an. Wenn alle Anbieter einer Branche dieselbe Farbe nutzen, fällt eine abweichende Farbe eher auf.
  3. Lege eine Primärfarbe, wenige Sekundärfarben und eine Akzentfarbe für Buttons und Hinweise fest.
  4. Halte die Farbwerte für Druck und Bildschirm fest, zum Beispiel als CMYK-, RGB- und Hex-Werte, damit alle Dienstleister dieselben Farben verwenden.
  5. Prüfe die Kontraste. Text muss sich deutlich vom Hintergrund abheben, damit er auch für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen lesbar bleibt.

Ein Beispiel: Ein Anbieter von Finanzsoftware wählt Blau als Primärfarbe, weil die Marke Verlässlichkeit ausstrahlen soll. Für Handlungsaufforderungen setzt er eine kräftige Akzentfarbe ein, damit sich Buttons vom ruhigen Blau abheben.

Typische Fehler sind zu viele gleichwertige Farben, Farbwerte, die zwischen Website, Präsentation und Druck abweichen, und die Annahme, dass eine Farbe in allen Kulturen dieselbe Bedeutung hat. Farbwirkungen hängen vom Kontext ab. Teste wichtige Entscheidungen deshalb mit deiner Zielgruppe, statt dich nur auf allgemeine Farbtabellen zu verlassen.

Marketing-Handbuch · Kapitel 4: Marke

Weiterlesen: Gestaltung und Kommunikation

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