Marketing & Wachstum

5 Fragen, die man jedem Kunden stellen soll

Es ist heute sehr einfach im Internet Feedback von seinen Kunden zu erhalten und auszuwerten.

Andreas Sobing · · aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Es ist heute sehr einfach im Internet Feedback von seinen Kunden zu erhalten und auszuwerten. Somit kann man effektiver arbeiten und heraus finden, was einen von der Konkurrenz unterscheidet. Erstellen Sie ein Formular und finden Sie mehr über die Gewohnheiten der Kunden heraus. Man sollte sich immer an diesen orientieren und dem Kunden 5 Fragen stellen:

1.) Was hat Sie dazu veranlasst bei uns zu kaufen?

2.) Was machen wir besser als die Konkurrenz?

3.) Wie können wir Ihnen ein besseres Erlebnis/ eine bessere Erfahrung bieten?

4.) Haben Sie uns weiter empfohlen? Und wenn ja, warum?

5.) Wonach würden Sie googlen um ein Unternehmen wie unseres zu finden?

Zur Frage 4 hatte ich schon einmal etwas gepostet:

Zufriedenheit der Kunden messen – Net Promoter Score

Dieses Konzept fasziniert auf den ersten Blick durch seine Einfachheit und scheinbar damit verbundenen geringen Kosten und hat in den letzten Jahren in vielen Unternehmen die klassische prozessorientierte Kundenzufriedenheitsmessung abgelöst. Es wird jedoch oft falsch oder zumindest unvollständig verwendet. Mit der Messung des Net Promoter Score beginnt laut Reichheld ein langer und teilweise komplizierter Prozess, dessen Kern darin besteht, im Rahmen von (vielen) Fokusgruppen die Antworten auf nachfolgende „Warum“-Fragen zu analysieren. Nur in diesen Fokusgruppen lässt sich feststellen, wo die tatsächlichen Gründe für hohe bzw. niedrige Empfehlungen liegen und mit welchen Maßnahmen die Weiterempfehlungsrate gesteigert werden kann. Letztlich sollte die Berechnung des Netto-Empfehlungswertes aus reiner Kostensicht nicht viel günstiger sein als die klassische Kundenzufriedenheitsmessung.

Ergänzung Oktober 2026

Die fünf Fragen bringen dir am meisten, wenn du sie gezielt einsetzt und die Antworten systematisch auswertest. So gehst du vor:

  1. Lege den Zeitpunkt fest. Gut geeignet ist die Zeit kurz nach dem ersten Kauf, solange die Entscheidung noch frisch ist.
  2. Halte die Befragung kurz. Stelle offene Fragen und verzichte auf Pflichtfelder, die nichts mit deinem Ziel zu tun haben.
  3. Ordne die Antworten in Kategorien, etwa Preis, Service, Empfehlung oder Produktqualität. So erkennst du Muster statt Einzelmeinungen.
  4. Übernimm die Formulierungen deiner Kunden. Die Antworten auf Frage 5 liefern dir Suchbegriffe für SEO und Anzeigen. Die Antworten auf Frage 1 und 2 zeigen dir, welche Argumente du auf Landingpages und in Mailings nach vorne stellst.
  5. Melde dich bei kritischen Antworten zurück. Wer Kritik äußert, erwartet eine Reaktion.

Ein Beispiel: Ein Onlineshop für Kaffee befragt Neukunden einige Tage nach der ersten Lieferung. Viele nennen als Kaufgrund die frische Röstung, kaum jemand den Preis. Der Shop rückt daraufhin das Röstdatum in Produkttexte und Betreffzeilen und testet diese Botschaft gegen die bisherige Preisbotschaft.

Typische Fehler sind zu lange Fragebögen, Suggestivfragen, die eine positive Antwort nahelegen, und Befragungen, deren Ergebnisse niemand auswertet. Achte außerdem darauf, nur die Daten zu erheben, die du für die Auswertung wirklich brauchst.

Marketing-Handbuch · Kapitel 9: Kunden und CRM

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