Jede Organisation hat einen Stapel aus strategischen Elementen: Vision, Mission, Strategie, Jahresplan, Ziele, Projekte und individuelle Aufgaben. Dieser Stapel weist jedoch häufig Lücken und Inkonsistenzen auf. Der „Connected Strategic Stack“, auch „Connected Strategic Implementation Stack“ genannt, zeigt, wie OKRs mit den anderen Teilen dieses strategischen Umsetzungsstapels verbunden sind und wie sich die Lücken schließen lassen.
Das Konzept stammt von Sara Lobkovich, einer Expertin für Objectives and Key Results (OKRs). Sie beschreibt es in einer Artikelreihe auf RedcurrantCo. Dieser Beitrag fasst die Kernideen zusammen.
Was ist der Connected Strategic Stack?
Der Connected Strategic Stack ist ein Rahmenwerk zur Verbesserung der strategischen Planung und Umsetzung in Organisationen. Er bildet die verschiedenen Ebenen der Planung und Umsetzung ab und hilft, die Beziehung zwischen OKRs und den übrigen strategischen Elementen zu verstehen und zu stärken.
Lobkovich nutzt das Modell, um OKRs in einen klareren Kontext zu stellen. Sie stellt typische Ansätze, die in den meisten Organisationen zu finden sind, einem vollständig verbundenen strategischen Stack gegenüber. Dabei unterscheidet sie zwischen einem „typischen“ OKR-Implementierungsansatz und dem, was sie „evolutionäre OKRs“ nennt.
Ein zentraler Gedanke: OKRs ersetzen bestehende Praktiken und Methoden nicht. Sie werden in sie integriert, um die Lücken zwischen Strategie und Umsetzung zu schließen.
Die Schichten des Stacks
Der Stack besteht aus mehreren Schichten. Sie reichen von den strategischen Inputs an der Spitze bis zu individuellen Zielen und Entwicklungsplänen an der Basis.
Strategische Inputs
An der Spitze stehen die strategischen Inputs. Dazu gehören die langfristige Vision, die Mission, der strategische Plan und der jährliche operative Plan. Diese Elemente geben Richtung und Zweck der Organisation vor.
Die Ausrichtungsschicht
Die Ausrichtungsschicht mit den OKRs wird aus den strategischen Inputs abgeleitet. OKRs liegen „zwischen“ den strategischen Artefakten der Organisation und den Initiativen, Projekten und Arbeitsplänen. Mit ihnen einigen sich Führungskräfte und Teams auf die Hauptrichtungen, die sie in diesem Zielzyklus verfolgen (Objectives). Außerdem legen sie fest, woran sie messen, ob sie die nötigen Fortschritte machen und ihre wichtigsten Ergebnisse erreichen (Key Results).
Die Umsetzungsschicht
Viele Organisationen werden von ihrer Umsetzungsschicht angetrieben. Projekte, Initiativen und Aufgaben laufen, ohne klar mit der Strategie verbunden zu sein. In einem vollständig verbundenen Stack werden Schlüsselinitiativen und Aktivitätspläne dagegen gezielt so entwickelt, dass sie die Erreichung der OKRs bestmöglich unterstützen. An der Basis stehen individuelle Ziele und Entwicklungspläne.
Die Schichten im Überblick
| Schicht | Inhalt |
|---|---|
| Strategische Inputs | Langfristige Vision, Mission, strategischer Plan, jährlicher operativer Plan |
| Ausrichtungsschicht | OKRs, die die strategischen Inputs mit Initiativen und Projekten verbinden |
| Umsetzungsschicht | Schlüsselinitiativen, Projekte, Aktivitätspläne, individuelle Ziele |
Lücken in der herkömmlichen Planung
Viele Organisationen planen Strategie und Umsetzung so, dass Lücken entstehen. Lobkovich nennt Lücken in diesen Bereichen:
- Hoffnung
- Treibstoff und Feedback
- Ambition und Erreichbarkeit
- Dringlichkeit und Wichtigkeit
- Aktivität und Wirkung
Diese Lücken können die Wirksamkeit der strategischen Planung und Umsetzung erheblich beeinträchtigen. Ein typisches Beispiel ist eine Organisation, die viel Aktivität erzeugt, ohne dass klar ist, welche Wirkung diese auf die strategischen Ziele hat. Ein anderes ist eine Organisation, in der dringende Aufgaben ständig die wichtigen verdrängen.
Lücken schließen
Um die Lücken zu schließen, empfiehlt Lobkovich, den eigenen Strategie-Stack neu zu bewerten und einen Plan zu entwickeln, um die wichtigsten Lücken zu schließen. In der Praxis kannst du dabei so vorgehen:
- Prüfe, welche Elemente in deinem Stack vorhanden sind und welche fehlen.
- Prüfe, ob die Schichten miteinander verbunden sind, also ob OKRs aus den strategischen Inputs abgeleitet werden und Initiativen auf die OKRs einzahlen.
- Lege fest, welche Lücken am wichtigsten sind.
- Entwickle einen Plan, um diese Lücken gezielt zu schließen.
So wird die Umsetzung wieder mit der Strategie verbunden und wirksamer.
Evolutionäre OKRs
„Evolutionäre OKRs“ sind eine Variante von OKRs, die aus Lobkovichs Arbeit mit sehr dynamischen, innovationsorientierten Organisationen entstanden ist. Sie sind besonders nützlich, wenn der Erfolg einer Organisation davon abhängt, die Ergebnisse menschlichen Handelns und Einflusses zu verbessern.
Zusammenfassung
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Connected Strategic Stack | Rahmenwerk zur Verbesserung der strategischen Planung und Umsetzung |
| Typische Ansätze | Übliche Planungs- und Umsetzungsansätze in Organisationen, oft mit Lücken |
| Schichten | Strategische Inputs, Ausrichtungsschicht mit OKRs, Umsetzungsschicht |
| Lücken | Hoffnung, Treibstoff und Feedback, Ambition und Erreichbarkeit, Dringlichkeit und Wichtigkeit, Aktivität und Wirkung |
| Schließen der Lücken | Stack neu bewerten, wichtigste Lücken priorisieren, Plan entwickeln |
| Evolutionäre OKRs | OKR-Variante für dynamische, innovationsorientierte Organisationen |
Fazit
Der Connected Strategic Stack bietet einen hilfreichen Rahmen, um strategische Planung und Umsetzung zu verbessern. Er zeigt, dass OKRs ihre Wirkung erst entfalten, wenn sie mit den strategischen Inputs darüber und den Initiativen darunter verbunden sind. Wer die Lücken in seinem Stack identifiziert und schließt, sorgt dafür, dass die Aktivitäten besser auf die strategischen Ziele ausgerichtet sind.
Quellen: The Connected Strategic Stack und Connected Strategic Stack, Kapitel 3 von Sara Lobkovich auf RedcurrantCo



