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Die drei Grundregeln der Lesbarkeit

Bei den drei Grundregeln der Lesbarkeit geht es darum die notwendigen Informationen in einem Text sofort zu finden. Die Lösung lautet concise, scannable and objective. Was steckt hinter diesen drei Eigenschaften, die für hohe Leserfreundlichkeit stehen?

Andreas Sobing · · aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Die drei Grundregeln der Lesbarkeit

Bei den drei Grundregeln der Lesbarkeit geht es darum die notwendigen Informationen in einem Text sofort zu finden. Die Lösung lautet concise, scannable and objective. Was steckt hinter diesen drei Eigenschaften, die für hohe Leserfreundlichkeit stehen?

Die drei Eigenschaften sind für den Usability Experten Jakob Nielsen am wichtigsten. Er versucht durch seine mehr als 70 Patente das Internet nutzerfreundlicher zu gestalten. Die Anforderungen eines guten Online-Textes sind knapp, leicht zu überfliegen und sachlich.

Knapp und Klar (concise)

Verzichte auf ausschweifende Beschreibungen und bringe nicht alle Informationen in einem Textabschnitt unter. Kürze den Text beherzt um 50% im Vergleich zum Printprodukt. Reduziere alle Aussagen auf den Kern.

Diese Maßnahmen danken Dir speziell die Mobile User. Wir dürfen nicht vergessen dass sich der Leser bereits im Vorfeld auf der Seite mit viel Text auseinander setzt. Elemente wie Buttons, Formulare und Links gehören dazu.

Auf einen Blick zu erfassen (scannable)

Ein gut strukturierter Text bietet dem Auge hält uns lässt sich leicht überfliegen. Der Leser liest nicht Wort für Wort sondern scannt oft unbewusst den Text mit den Augen. Kurze Headlines oder Absätze, Zwischenüberschriften und Aufzählen als Liste helfen dabei.

Studien zur Leserfreundlichkeit beweisen dass gut strukturierte Texte besser erinnert wurden. Leser scannen den Text in Form eines F. Die Headline komplett, anschließend die ersten Wörter der Unterüberschriften und das Ende des Textes.

Sachlich bleiben (objective)

Bleib faktenbezogen und informativ. Jakob Nielsen hat in zahlreichen Studien nachgewiesen, dass der Leser von Unternehmenstexten im Internet eine hohe Sachlichkeit erwartet. Der Leser möchte ohne Umwege die benötigte Information erhalten.

Für weitere Informationen zum Thema Schreiben empfehle ich das Buch “Clever texten fürs Web” von Petra von Laak sowie den dazugehörigen Blog.

Ergänzung Oktober 2026

Nimm als Beispiel die Leistungsseite einer Agentur. Die erste Fassung beginnt oft mit einem langen Absatz über Geschichte, Werte und Team. Wer die Seite besucht, sucht aber meist nur eine Antwort: Was bekomme ich hier und was kostet es?

So wendest du die drei Regeln Schritt für Schritt an:

  1. Knapp: Streiche alles, was nicht zur Entscheidung beiträgt. Prüfe jeden Satz mit der Frage, ob der Leser ihn vermissen würde.
  2. Scanbar: Gliedere den Text mit Zwischenüberschriften, die schon allein die Botschaft tragen. Setze die wichtigsten Begriffe an den Anfang von Absätzen und Listenpunkten. Wer nur die ersten Wörter liest, soll trotzdem verstehen, worum es geht.
  3. Sachlich: Ersetze Selbstlob durch überprüfbare Angaben. Statt „Wir sind die führende Agentur“ schreibst du, welche Leistungen du anbietest, für wen und in welchem Zeitraum.

Typische Fehler:

  • Zwischenüberschriften, die neugierig machen sollen, aber nichts aussagen.
  • Lange Einleitungen, bevor die eigentliche Information kommt.
  • Fettdruck an so vielen Stellen, dass nichts mehr hervorsticht.
  • Fachjargon, den nur das eigene Team versteht.

Ein einfacher Test: Gib den Text einer Person, die dein Angebot nicht kennt. Lass sie den Text kurz überfliegen und frage danach, was angeboten wird. Kann sie es nicht sagen, ist der Text noch nicht scanbar genug.

Grafik: CC0 Creative Commons pixabay MabelAmber

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