Amazon auf der Überholspur

In Deutschland hat Amazon erstmals mehr Käufer als Ebay. Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung kauften im vergangenen Jahr 16,7 Millionen Menschen auf der deutschen Internetseite von Amazon ein, während Ebay noch 16,3 Millionen Käufer anzog. Erst mit großen Abstand dahinter rangieren die Versandhändler Otto (6,7 Millionen Käufer) und Quelle (6,1 Millionen).

Weitere Einschränkungen bei Ebay

Für die ebay Händler gelten ab dem 15.Juni weitere Einschränkungen. Die Händler müssen speziell im Elektronikversand einen kostenlosen Versand anbieten, so schreibt es der Online Marktplatz vor.

Denn eBay zwingt alle gewerblichen Anbieter in den Bereichen Audio & HiFi, Foto & Camcorder, Computer, TV, Video & Elektronik, Handy & Organizer, PC- & Videospiele, aber auch im Bereich Kleidung & Accessoires dazu, einen kostenlosen Versand als erste nationale Versandart anzubieten.

Grund der Maßnahme ist die Ansprache der Kunden, die wegen zu hoher Versandkosten bislang auf einen Onlinekauf auf dem Shoppingportal verzichtet haben.

Zusätzlich zum kostenlosen Versand kann der Händler weiterhin kostenpflichtige Alternativen anbieten, zum Beispiel für eine Expresslieferung oder den Versand ins Ausland.

Die Frage ist ob eBay damit wieder mehr Käufer gewinnen kann oder ob die Händler der Shoppingplattform endgültig den Rücken kehren? Fakt ist, dass Ebay schon lange den Charme eines Online-Flohmarktes verloren hat und sich zum Tummelplatz für Markenartikler entwickelt hat.

eBay Inc. ist ein amerikanisches Unternehmen, das einen der größten Online-Marktplätze betreibt. Es wurde von Pierre Omidyar am 3. September 1995 in San Jose (Kalifornien) unter dem Namen AuctionWeb gegründet. Das Unternehmen bietet auch Dienstleistungen in Europa an, zum Beispiel in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Vor dem 17. Juli 2015 gehörten auch die Zahlungsdienste von PayPal zum Unternehmen.

Im Laufe der Jahre hat sich der Anwendungsbereich von einem Consumer-to-Consumer-Markt mit ähnlichen Merkmalen eines Flohmarkts zu einer Business-to-Consumer-Plattform erweitert, was bedeutet, dass neue Produkte von kommerziellen Händlern angeboten werden und keine gebrauchten Produkte von privaten Lieferanten.

Das Unternehmen hat Niederlassungen in 38 Ländern/Regionen und Niederlassungen in bestimmten Ländern/Regionen. Es wird erwartet, dass dort mehr als 83 Millionen aktive Nutzer in mehr als 50.000 Kategorien miteinander handeln werden. Der teuerste Artikel, der bei eBay weltweit verkauft wird, ist eine Megayacht im Wert von 168 Millionen US-Dollar.